Also lautet ein Beschluß: Daß der Mensch was lernen muß.
(2) Um was geht es hier?
Digitale Teilhabe – was sie bedeutet und warum sie zählt
Digitale Teilhabe ist ein etwas sperriger Begriff, hinter dem eine konkretes Herausforderung steckt: nämlich die Frage, ob du an den Möglichkeiten im Internet teilhaben kannst – oder ob diese Möglichkeiten an dir vorbeigehen. Dieser Blog klärt, was Digitale Teilhabe bedeutet, welche Auswirkungen es hat, wenn sie fehlt, und was du konkret gewinnen kannst, wenn du dir Schritt für Schritt mehr Teilhabe erarbeitest.
Was versteht man unter „Digitaler Teilhabe“?
Digitale Teilhabe bedeutet, dass du die digitalen Angebote des Alltags selbstständig nutzen kannst – unabhängig von Alter, Vorerfahrung oder technischem Hintergrundwissen. Dazu gehört nicht nur der Besitz eines Smartphones oder Computers. Es geht vor allem um die Fähigkeit, diese Geräte zu deinem Nutzen einzusetzen, also: Informationen finden, mit anderen in Kontakt bleiben, Dienste im Netz nutzen um z.B. Arzttermine zu machen, Einkäufe tätigen oder einfach am gesellschaftlichen Leben im Internet teilzunehmen.
Wer WhatsApp nutzt oder gelegentlich etwas googelt, hat bereits den ersten Schritt getan. Digitale Teilhabe beginnt genau dort – und wächst mit jedem weiteren Schritt.
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Was bewirkt fehlende „Digitale Teilhabe“?
Wenn der Zugang zur digitalen Welt fehlt oder stark eingeschränkt ist, hat das spürbare Auswirkungen – für den Einzelnen und für die Gesellschaft.
Für dich persönlich entstehen zunächst praktische Nachteile. Immer mehr Arztpraxen, Ämter und Dienstleister haben ihre Erreichbarkeit ins Internet verlagert. Online-Terminbuchungen, digitale Formulare, elektronische Nachweise – wer das nicht nutzen kann, ist auf Umwege angewiesen: lange Telefon-Warteschlangen, persönliche Vorsprachen, Abhängigkeit von der Hilfe anderer.Dazu kommen finanzielle Nachteile: Preisvergleiche, günstige Tarife, Sonderangebote – das alles ist im Internet leichter zugänglich. Wer diese Möglichkeiten nicht nutzt, zahlt häufig mehr, ohne es zu merken.
Am stärksten wiegt auf Dauer der soziale Aspekt. Familiengruppen, Vereine und Freundeskreise kommunizieren zunehmend über Messenger-Dienste und digitale Kanäle. Wer dort nicht erreichbar ist, bekommt manches schlicht später oder gar nicht mit – nicht aus böser Absicht, sondern weil die anderen es als selbstverständlich voraussetzen.
Für die Gesellschaft bedeutet mangelnde Digitale Teilhabe, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung von wichtigen Entwicklungen ausgeschlossen ist: von öffentlichen Diskussionen, von digitalen Gesundheitsangeboten, von Bildungsressourcen. Laut der Initiative „Digital für alle“ fühlen sich rund 40 Prozent der Menschen über 60 Jahren mit digitalen Technologien überfordert. Das ist keine persönliche Schwäche – es ist ein strukturelles Problem, das Aufmerksamkeit verdient.
Was wird durch „Digitale Teilhabe“ möglich?
Der wichtigste Antrieb, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, ist nicht die Angst vor dem Ausschluss – sondern der konkrete Mehrwert, den digitale Kompetenz im Alltag bringt. Ein paar Beispiele aus dem realen Leben:
Kontakt halten: Per Videoanruf siehst und hörst du Enkinder, Kinder oder alte Freunde – egal ob sie in der nächsten Stadt oder in Australien leben. Das ersetzt den persönlichen Besuch nicht, aber es überbrückt die Zeit dazwischen spürbar.
Orte wiederentdecken: Mit Google Earth kannst du Städte, Landschaften und sogar die Straßen deiner Kindheit oder früherer Reiseziele erkunden – ohne das Haus zu verlassen.
Gesundheit selbst in die Hand nehmen: Seriöse Gesundheitsinformationen, Telemedizin-Angebote, Erinnerungen an Medikamente – das Internet bietet hier inzwischen gut aufbereitete, verlässliche Ressourcen, wenn man weiß, wo man sucht.
Alltagsdinge einfacher erledigen: Tickets buchen, Preise vergleichen, Pakete verfolgen, Rezepte finden – viele Aufgaben, die früher Zeit und Aufwand erforderten, lassen sich heute in wenigen Minuten erledigen.
Keine dieser Fähigkeiten setzt ein technisches Studium voraus. Sie lassen sich einzeln und in eigenem Tempo erlernen.
Was ist mit Sicherheitsrisiken im Internet?
Die Sorge vor Betrug und Datenmissbrauch ist nachvollziehbar und berechtigt. Das Internet birgt tatsächlich Risiken – Phishing-E-Mails, gefälschte Webseiten, unseriöse Angebote gehören dazu. Entscheidend ist, dass diese Risiken durch Wissen beherrschbar werden. Wer versteht, woran man eine seriöse Website erkennt, wer weiß, was es mit Passwörtern und Zwei-Faktor-Authentifizierung auf sich hat, und wer gelernt hat, verdächtige Nachrichten zu erkennen, ist erheblich besser geschützt. Digitale Kompetenz schließt Sicherheitswissen ein – es ist kein getrenntes Thema, sondern ein Teil davon.
Die Sicherheitsbedenken sind also kein Grund, das Internet zu meiden. Sie sind ein Grund, es besser kennenzulernen.
Wie kannst du deine „Digitale Teilhabe“ verbessern?
Der erste Schritt ist schlicht: anfangen. Nicht mit allem auf einmal, sondern mit einer Sache, die dich persönlich interessiert oder im Alltag direkt nützt. Dieser Blog soll ein Begleiter für genau diesen Weg sein: Thema für Thema, verständlich erklärt, mit dem Ziel, dass du dich im Netz sicher und selbstständig bewegst.
Du hast in deinem Leben viele neue Dinge gelernt. Digitale Kompetenz ist eines mehr davon – jetzt ist der Zeitpunkt, damit anzufangen!
(3) Wie ist das so – ohne „Digitale Teilhabe“?
Hans-Gert ist betrogen worden
„Ich dachte, meine Bank wollte mein Passwort überprüfen. Das sah alles so echt aus. Mein Sohn sagt, das waren Betrugsmails und jetzt ist das ganze Geld weg! Wie stehe ich denn jetzt da? Ich werde der Polizei doch nicht sagen, dass ich betrogen wurde. Was sollen die von mir denken?“
Susanne vergisst ihr Passwort
„Jetzt habe ich schon überall dasselbe Passwort genommen und ich komme trotzdem nicht rein. „Ach Mama!“, sagt Lea immer und – zack zack – ist sie drin. Susanne meint: „Warum muss ich mich überhaupt irgendwo einloggen? Ich habe nichts zu verbergen.“
Petras Computer geht nicht mehr
„Mein Computer geht nicht mehr. Und jetzt will meine Tochter wissen, was nicht mehr geht. So eine dumme Frage! Es geht eben nicht. Sie fragt, ob ich den PC noch „runterfahren“ könne. Dabei steht er doch schon auf dem Boden. Weiß jemand wie blöd ich mich bei solchen Fragen fühle?“
(4) Die Beispiele sind übertrieben?
Vielleicht kommen dir die Beispiele übertrieben vor, aber so richtig sicher fühlst du dich auch nicht im Internet? Willkommen, du teilst dein Gefühl mit den meisten der anderen Internet-Nutzer. Du bist nicht allein und die anderen sprechen auch nicht darüber.
40
40% der über 60 Jährigen fühlt sich mit digitalen Technologien überfordert.
74
74% der Internetnutzer trauen sich nicht zu, Falschmeldungen und Betrug sicher zu erkennen.
76
76 % der Internetnutzer haben Bedenken zur Datensicherheit.
72
72% der Internetnutzer würde gerne mehr digitale Angebote nutzen, wenn sie es könnten.
Lerne, sicher im Netz teilzuhaben!
(4) Die Beispiele sind übertrieben?
Vielleicht kommen dir die Beispiele übertrieben vor, aber so richtig sicher fühlst du dich auch nicht im Internet? Willkommen, du teilst dein Gefühl mit den meisten der anderen Internet-Nutzer. Du bist nicht allein und die anderen sprechen auch nicht darüber.
40
40% der über 60 Jährigen fühlt sich mit digitalen Technologien überfordert.
74
74% der Internetnutzer trauen sich nicht zu, Falschmeldungen und Betrug sicher zu erkennen.
76
76 % der Internetnutzer haben Bedenken zur Datensicherheit.
72
72% der Internetnutzer würde gerne mehr digitale Angebote nutzen, wenn sie es könnten.
Lerne, sicher im Netz teilzuhaben!
(5) Durchblick mit dem
Keine „Digitale Teilhabe“ bedeutet
Du bist genervt, weil du mit dem Computer und dem Internet nicht so klar kommst, wie du es gerne möchtest?
Du bist davon abhängig, dass dir jemand hilft, mehr oder weniger einfache Aufgaben zu bewältigen?
Die Kinder, Enkel oder Freunde machen dann ein bisschen genervt zack-zack, aber verstanden hast du nix?
Du fühlst dich unsicher wegen der Betrüger und Bedrohungen im Netz?
„Digital teilhaben“ bedeutet
Du kannst Informationen suchen und finden („googeln“).
Du kannst mit mehr als WhatsApp umgehen, um Informationen zu verschicken, z.B. E-Mail.
Du kannst Dokumente (Briefe, Listen) erstellen, organisieren und sichern.
Du bist sicher im Netz unterwegs und du bist kein einfaches Opfer mehr für Hacker und Betrüger im Internet, denn du kannst Risiken abschätzen.
Du findest Lösungen, wenn Mal etwas nicht klappt. In Zukunft fragen die Enkel dich!
Na, bist du auch abgehängt?
(6) Welche Kompetenzen braucht man für „Digitale Teilhabe“?
Sicher im Netz unterwegs sein
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Auf der einen Seite gibt es die Nutzer, die aus Angst vor Betrug im Internet ihre Nutzung einschränken und z.B. lieber keine Bankgeschäfte mit dem Smartphone oder vom PC aus machen. Auf der anderen Seite sind die sorglosen Nutzer, die sagen: „Ich hab nix zu verbergen!“ und „Was soll mir schon passieren!“. Hier lernst du, die Bedrohungslage realistisch einzuschätzen und sinnvollen Schutz anzuwenden. Wenn du in den Urlaub fährst, lässt du zu Hause ja auch kein Fenster auf. Sicher im Netz unterwegs zu sein, ist mit ein bisschen gesundem Menschenverstand, Skepsis und Verständnis für die Grundlagen möglich.
Stichworte dazu sind: Sichere Passworte und Passwort-Manager, Erkennen von Internetbetrug, Sicheres Einrichten der Geräte – das lernen wir hier.
Informationen suchen, finden und bewerten
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Informationen am Handy oder Computer suchen und finden? Man sagt: „Ich google das mal eben.“ und meint damit die Suche von Inhalten im Internet mit der Google-Suche. Alles kein Problem, wenn man weiß, wie es geht. Aber es wissen eben nicht alle, wie das geht und deshalb lernen wir das hier Schritt für Schritt. Und wenn man dann Ergebnisse hat, muss man sie bewerten können und evtl. die Google-Suche anpassen.
Nochmal eine ganz andere Nummer ist die Suche von Antworten mit KI (Künstlicher Intelligenz). Auch das ist ein mächtiges Werkzeug, wenn man weiß, wie es eingesetzt wird und wie die Ergebnisse zu interpretieren und bewerten sind. Wir lernen an einfachen Beispielen. Es wird dir ein Licht aufgehen.
Viele sagen: „Ich weiß gar nicht, wie ich früher ohne Google-Suche oder KI ausgekommen bin.“ Das lernen wir hier!
Kommunikation ist mehr als WhatsApp
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Die Meisten haben WhatsApp. Du wahrscheinlich auch, denn das ist bei vielen der Grund, überhaupt ein Smartphone zu besitzen. WhatsApp ist eine gute Sache, aber nicht für jede Art von Kommunikation mit anderen geeignet.
Wir lernen hier den Umgang mit sozialen Medien (z.B. Facebook und Instagram) und wie man mit E-Mails umgeht. Wir lernen, unredliche Kommunikation von echtem Austausch zu unterscheiden. Wir erfahren, welcher Sender wahrscheinlich ein Betrüger oder Spinner ist und das von echten Gesprächspartnern zu unterscheiden.
Ein altmodisches Telefonat oder direktes Gespräch mit einem netten Menschen ist durch nichts zu ersetzen, aber die „digitale Kommunikation“ kann eine sinnvolle Ergänzung sein; besonders wenn man nicht mehr so mobil ist. Das lernen wir hier!
„Digitale Inhalte“ erstellen, verwalten und sichern
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Was sind „digitale Inhalte“? Das ist alles, was man auf deinem Notebook oder Smartphone speichern kann. Das fängt bei einem Briefdokument oder einer Tabelle an, die mit Word oder Excel erstellt werden. Auch wenn das in der Regel im privaten Bereich nicht so viele Dokumente sind, hilft eine organisierte Ablage, Dokumente auch nach einiger Zeit wieder zu finden. Die chaotischen Speicherung von Dokumenten entsteht schon bei ihrer Erstellung und ist die Quelle von Ärger und Verdruss. Wir lernen hier, wie es geht und bringen Ordnung in unsere Ablage.
Ganz besonders trifft das auf die vielen Fotos zu, die in der Google Foto App in einer sehr langen Liste sind. Wer kennt nicht diese endlosen „Ich hab’s gleich“-Suchen, wenn man durch Hunderte Fotos scrollt. Wie schön wäre es, Fotos in Fotogalerien zu organisieren, in denen wir auch was finden.Das lernen wir hier!
Mit Fehlern umgehen
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Du rufst im Browser (das ist das „Internetprogramm“) eine Webseite auf und bekommst die Meldung „Die Webseite ist nicht erreichbar“. Du willst den Brief an die Rentenversicherung von letzter Woche aufmachen und findest ihn nicht mehr. Auf dem Bildschirm sind irgendwelche Ausgaben, aber nicht das, was du erwartet hast und kennst.
Jetzt gibt es zwei mögliche Reaktionen: Die legst das Smartphone frustriert weg oder machst das Notebook wieder aus. „Da habe ich schon keine Lust mehr!“ – sagen viele. Die andere Reaktion isthinsehen und überlegen, wo der Fehler sein könnte. Und in 90% aller Fälle gelingt das, wenn man sich ein bisschen mit der Sache beschäftigt und nicht gleich aufgibt.
Es würde auch schon sehr helfen, wenn man einem Helfer eine genaue Fehlermeldung geben könnte, anstatt „Es geht nicht.“; sondern z.B. „Der Browser findet die Webseite nicht.“ Wie das geht, lernen wir hier.
Informationen und Hilfe suchen und finden
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Es ist nicht jedermanns Sache, sich mit Themen wie Internet und Computer zu beschäftigen. Außerdem wissen viele nicht, wo sie sich informieren können. Dabei gibt es jede erdenkliche Hilfe kostenlos im Internet. Man braucht nur ein bisschen Geduld und Kaffee, dann findet man alles und kann seinen Horizont erweitern.
Ein ganz wichtige Hilfe dabei ist KI oder „Künstliche Intelligenz“. Dort bekommt man auf die richtigen Fragen sehr ausführliche Antworten und Hinweise. Außerdem macht KI Spaß. Das lernen wir hier.
(7) Was lernst du hier für deine „Digitale Teilhabe“?
Wir beackern die Themenfelder
Was macht der „Browser“?
Wie funktioniert das Internet?
Was sind Apps oder „Betriebssysteme“?
Wie funktionieren Computer-Netzwerke (WLAN, LAN, Mobilfunk)?
Was ist Phishing? Wie verhindere ich, im Internet abgezockt zu werden?
Wie gehe ich richtig mit Passworten um?
Wie erkenne ich die Ursache von Fehlermeldungen und wie kann ich Fehler beheben?
Am Verstehen führt kein Weg vorbei.
Kochrezepte funktionieren nicht.
Du brauchst Zeit, Geduld, Neugier und Spaß an den neuen Fähigkeiten.
Deshalb wirst du eine Lernkurve haben, denn nicht alles erschließt sich sofort.
Wenn du beim Internet oder dem Handy nach 10 Minuten Erklärung und lernen schon keine Lust mehr hast, dann lass es lieber und spare dir die Zeit. Lass dir weiter von den Enkeln oder Freunden helfen.